Schwesterherz-Zeit in Rehe 2018

Wie die Gnade Gottes unser Leben
auf den Kopf stellt

Rückblick auf das Schwesterherz-Wochenende
in Rehe vom 09.-11. November 2018

Dieses „Schwesterherz“ Frauen-Wochenende in Rehe, organisiert von der Christlichen Jugendpflege und durchgeführt von engagierten Mitarbeitern (Birgit Platte, Dyness Kranzmann, Lothar und Dietlinde Jung), zieht jedes Jahr im November mehr Frauen an, um in Gottes Nähe aufzuatmen. Eine Freizeit von Frauen für Frauen.

„Wie die Gnade Gottes unser Leben auf den Kopf stellt“
hat als Thema das gesamte Wochenende geprägt
und jeden Moment zu einer besonderen Erfahrung gemacht.

Es ist nichts anderes als Gnade, wenn alle Verantwortlichen und Besucher aus ganz Deutschland unbeschadet ankommen können.

Oder wenn man schon am Freitag behutsam aus dem Alltag abgeholt wird. Durch eine herzliche Begrüßung, einen kreativen Impuls in Form eines kleinen Videos und die anschließenden persönlichen Begegnungen miteinander, hatten wir alle Zeit der Welt, um anzukommen.

Es ist nichts anderes als Gnade, wenn man mit einem gemeinsamen Frühstück in den neuen Tag starten kann, zusammen Gottes Nähe nach einer ersten ungewohnten Nacht erlebt und dann mit Gesang, Gebet und einer Bibelarbeit tiefer in das Thema der Freizeit einsteigt.

Oder wenn man nach Kaffee und Kuchen in den verschiedenen und vielseitigen Seminaren genau die Fragen, Sorgen und Gedanken teilen kann, die man mitgebracht hat.
Es ist nichts anderes als Gnade, wenn man durch ein Lebensbild am Abend sieht, dass man nicht so alleine ist, wie man denkt.

Dass die Schwierigkeiten, mit denen man täglich zu kämpfen hat, auch andere kennen und, dass man mit nichts von alledem alleine gelassen ist, sondern Ermutigung und Zuspruch findet – auch das ist Gnade.

Oder wenn man Gott am Sonntagmorgen gemeinsam in einer Andacht, in lebendigem Lobpreis, in lauten und leisen Gebeten verherrlichen kann, um ihm die Ehre zu geben.

Er ist derjenige, der diese Zeit unter seinen Segen stellt, der alle lieben Mitarbeiter wieder neu ermutigt, sie ausstattet mit ihren Gaben und Talenten, um ihm und allen Frauen, die es zulassen, zu dienen.

"Diese gemeinsame Zeit ist ein Stückchen Himmel auf Erden."

Daher gilt vor allem dem Leitungsteam Dietlinde und Lothar Jung, Dyness Kranzmann, Birgit Platte und all den anderen Mitarbeitern, die dieses Wochenende jedes Mal so unvergesslich werden lassen, ein besonderer Dank.

Melanie Sperling

Die Moderation teilten sich Dietlinde und Marlene

Besuch von Doro und Jonas Zachmann - eine Begegnung, die begeisterte

Wie bist du Gnade?

Lyrik von Melanie Sperling

Wie vergleiche ich dich? Wie beschreibe ich dich? Wie fasse ich dich in Worte?
Wie erfasse ich ein Konstrukt, das so verwirrend und gleichzeitig so beängstigend ist wie du? Ich kann dich nicht einfach berühren oder bezeichnen, dich nicht verstehen oder ergreifen.
Ja wie auch!
Ich kann dich nicht sehen, dich mir nicht vorstellen und dir auch nicht begegnen.
Ich kann nicht mit dir reden, dir nichts erzählen, du sprichst nicht zu mir, kannst dich nicht erklären.
Ich kann dich auch nicht hören, du gibst keinen Ton von dir, dein Schweigen betäubt meine Ohren.
Nicht mal durch einen Geruch verrätst du dich, nicht gut, nicht schlecht.
Wie kannst du existieren, wie kannst du sein, wenn ich dich nicht messen kann?
Du berührst mich nicht, kommst mir nicht nah, bist scheinbar einfach nur "Da".
Wie bist du also, Gnade?

Ich bin anders als du denkst.
Ich bin, der ich bin.

Du kannst mich nicht verstehen, doch ich ziehe dich an. Ich lasse dein Herz höher schlagen, zieh dich in meinen Bann.
Ich lasse das Herz in deiner Brust pulsieren und breche mir Bahn.
Das Adrenalin flutet deine Adern, es sprengt jede Vernunft.
Noch willst du fliehen, aber du kannst dich mir nicht entziehen, ich umschließe dich, du denkst ich grenze dich ein.
Du siehst die Hand vor Augen nicht, hast Angst dich auf mich einzulassen, denkst daran wegzurennen und dir Platz zu schaffen.
Du begreifst mich nicht.
Wie kann ich möglich sein?

Ich komme aus dem Nichts, bin eine Naturgewalt, erschüttere dein Bild von mir, bin wie ein Tsunami, der alles einreißt, was du kennst.
Ich schlage über dir zusammen, raube dir jeden klaren Gedanken.
Meine Wellen drohen dir den Atem zu nehmen. Ich schnüre dir die Kehle zu, lasse dich durchdrehen, aber das alles nur weil du nicht verstehst! Weil du nicht verstehst, weil du dich mir nicht öffnest.
Es ist nicht so, dass du mich nicht sehen, hören oder riechen könntest.
Nein.
Du willst es nicht.

Ich bin anders als du denkst.
Ich bin, der ich bin.

Ich weiß, du glaubst mir nicht, doch ich will dich nicht unter meinen Wellen begraben oder zerschlagen.
Ich will dir Leben geben.
Ich reiße dich tief in das Meer der Vergessenheit, bis du begreifst, dass nicht du es bist, für die dieser Ort bestimmt ist...
Es ist deine Schuld, es ist deine Last es ist deine Krankheit, die du fest in deine Arme geschlossen hast.
Du hälst dich an ihr fest, umklammerst die Sünde wie dein Kind und bist nicht im Stande, wirst es nie sein, alleine in Freiheit zu sein.

Ich bin anders als du denkst.
Ich bin, der ich bin.

Ich bin wie der Regen auf trockenem Land.
Du hörst mich im Trommeln der Regentropfen auf dem festen Boden, riechst mich in der aufgeweichten Erde und spürst wie ich dir Erfrischung bringe.
Ich belebe dich neu und wecke deine Lebensgeister.

Ich bin wie die Tropfen im Sturm.
Du hörst mich durch die Wälder toben, riechst mich in jedem grünen Zweig.
Ich durchdringe alles, mache dich nass bis auf die Haut, lasse deinen Körper bis auf die Grundfesten erzittern.

Ich bin wie der Tau auf den Blättern der Birken an einem frühen Sommermorgen, du hörst mich in den Vögeln, die den Morgen preisen, riechst mich in jeder frisch geöffneten Blütenkrone.
Ich wecke dich auf, gehe in den Tag mit dir. Du nimmst mich auf und ich bin ein Teil von dir.

Ich bin wie der Nebel, ich umschließe dich.
Du hörst mich in der Stille und riechst mich in der frischen Luft.
Bist du nicht freiwillig in mir geborgen, willst du fliehen und mein Segen bleibt dir verborgen.

Ich bin es der dich trägt, bin die weichen Wolken, erhebe dich hoch über den Sturm der in der tobt, bis in die Höhen der Himmel, bis hin zum Kreuz auf Golgatha.
Dort hänge ich, dort leide ich, dort blute ich Zukunft in dein Leben.
Dort Stille ich als Quelle des lebendigen Wassers deinen Durst nach allem was du dich niemals trauen würdest dir zu wünschen.
Unter meinem Blut begrabe ich deine Last und lasse dich frei, es ist vollbracht!

Ich bin anders als du denkst.
Ich bin, der ich bin.

...und das Schauen auf unseren Herrn Jesus.

Ein herzliches Dankeschön an Heidrun Klute aus Lüdenscheid für die tollen Fotos!