Frauenwochenende 2021 in Rehe

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Ein Bericht über das Frauenwochenende 2021 findet sich weiter unten.

Wie gut kennen wir ihn wirklich – Eigenschaften Gottes kennen lernen

Auftanken – wie normal ist es mit dem Auto zur Tankstelle zu fahren, um es auf zu tanken. Ich wohne in einer Großstadt und bin viel mit dem Auto unterwegs (Kinder von A nach B bringen, einkaufen, … ) Ich achte darauf, dass mein Auto immer einsatzbereit ist.

Aber, achte ich auch auf mich? Dass ich immer einsatzbereit bin?

Mein Alltag mit 4 Kindern im Alter zwischen 5 und 14 Jahren ist gut ausgefüllt. Die Zeit im Lock down mit home schooling; sich nicht spontan auf einen Kaffee mit einer Freundin zu treffen oder Freunde/ Verwandte besuchen; von 0 auf 100 zu einer Computerexpertin zu werden, wenn 3 verschiedene Schulen unterschiedliche onlineplattformen nutzen; der Gottesdienst nur noch über Zoom stattfindet und sämtliche außerschulischen Aktivitäten, wie Jungschar, Teeniekreis , Sprachtherapie und Musikschule ebenfalls nur noch online stattfinden – all das ließ meinen Tank schon ziemlich leer werden.

Jetzt hatte ich die Gelegenheit zum Auftanken: mein Mann machte es möglich, dass ich meinen Alltag mal hinter mir lassen und an der „Schwesterherz“-Zeit teilnehmen konnte. Zu meiner Freude konnte das Wochenende tatsächlich – mit entsprechenden Corona-Maßnahmen –  stattfinden.

Ich freute mich sehr auf dieses Wochenende: Freunde treffen, Gemeinschaft mit anderen Christen, singen, beten und sich an den gedeckten Tisch setzen.

Auftanken ist aber mehr, als nur Freunde treffen, besonders, wenn Gott meinen Tank füllen möchte.

Am „Schwesterherz“ Wochenende geht es darum, Zeit mit Gott zu verbringen; neue Gedankenanstöße und neue Erkenntnisse über Gott/Jesus und die Bibel zu bekommen.

Genau das hat Gott für mich an diesem Wochenende vorbereitet. Er hat mir gezeigt, wie er für mich „erlebbar“ ist. Er hat mein Herz neu Erfüllt mit seiner Liebe und Fürsorge und hat mich herausgefordert über Dinge neu nachzudenken.

Es ging um Gottes Eigenschaften: – was sagt die Bibel über Gottes Eigenschaften? Was sind meine Erfahrungen mit Gottes Eigenschaften? Mir wurde wieder sehr bewusst, wie wichtig es ist, in der Bibel zu lesen, um mehr über Gott zu erfahren und ihn mehr kennen zu lernen. Mein Alltag ist sehr voll, aber das soll keine Entschuldigung sein. Jeden Tag bekomme ich einen Vers aus der Bibel auf mein Handy gesendet. Das ist häufig sehr ermutigend – aber Gottes Wort zu studieren ist mehr. Gott möchte „erlebbar“ sein in meinem Leben. Ich frage mich manchmal wie das funktionieren kann, da mein Alltag von morgens bis abends „durchgetaktet“. Aber Gottes Möglichkeiten sind anders. Ich denke gerade an eine meiner Nachbarinnen. Ich wohne mit meiner Familie in Birmingham, England, in einem Stadtteil in dem ca. 85-90% Muslime leben. Sehr viele kommen ursprünglich aus Pakistan. Mit einer pakistanischen Nachbarin, die mehrere Jahre in Deutschland gelebt hat, habe ich einen sehr guten Kontakt. Sie freut sich immer mit mir in ihrem gebrochenen Deutsch zu reden. Mein Wunsch ist es, dass sie Jesus als ihren Retter erkennt und erlebt. In ihrer Kultur hinterfragt man nicht, warum man etwas glaubt, sondern man macht es, weil die Familie, in die man hineingeboren wurde es schon immer praktiziert hat. Ich weiß das ich sie nicht überzeugen kann, aber Gott kann ihr Herz verändern. Je mehr ich von Gottes Wort weiß, desto mehr kann ich von Gott weitergeben. Manchmal kommt meine Nachbarin einfach vorbei und schüttet ihr Herz bei mir aus und bittet mich für sie und ihre Familie zu beten. Das mache ich sehr gerne. In diesen Situationen erlebe ich Gott, wie Er Möglichkeiten aus dem Nichts heraus schenkt und mich gebraucht.

Am Schwesterherz-Wochenende hatten wir die Zeit uns Gedanken über 3 Eigenschaften Gottes zu machen, die uns in der letzten Zeit wichtig geworden waren. Meine ersten Gedanken waren: Gott hat immer Zeit, er kennt mich und ich fühle mich von ihm verstanden, er weiß, was ich brauche und beschenkt mich immer wieder so reichlich und überrascht mich sogar. Ich stelle es mir dann so vor, dass er mit mir so handelt wie ich mit meinen Kindern oder meinem Mann – wenn ich sie einfach mal zwischen durch mit etwas beschenke, ohne einen Grund zu haben- einfach, weil ich sie liebe. Gott macht das auch für mich. Diese Erkenntnis erfüllte mich mit großer Dankbarkeit.

Am Sonntagvormittag hatten wir das Thema „Der heilige Gott, der dein Leben verändern will“. Das war schon sehr herausfordernd.

Heilig klingt so perfekt. Gefüllt mit positiven Eigenschaften – wie nur Gott es sein kann. Am Beispiel von Jesaja konnten wie sehen, wie heilig Gott ist und wie er Jesaja den Auftrag gegeben hat, sein Diener zu sein. Gott hat Jesaja die Sünden vergeben und ihn mit den Fähigkeiten ausgestattet, die er für Gottes Auftrag brauchte. Lasse ich mich auch von Gott ausstatten und bin ich bereit den Auftrag Gottes zu erfüllen? Wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich genauso unperfekt wie Jesaja. Ich sehe meine Fehler und mein Versagen. Habe ich den Mut wie Jesaja Gottes Auftrag an zu nehmen und mich von Gott leiten zu lassen? Das ist jetzt meine Herausforderung. Ich weiß, dass Gott mich gebrauchen möchte und auch schon gebraucht. Er sieht mich anders, als ich mich selber sehe. In 1.Petrus 1, 15-16 steht: „Wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr im ganzen Wandel heilig! Denn es steht geschrieben: „Seid heilig, denn ich bin heilig.“

Ja, an diesem Wochenende konnte ich so richtig auftanken. Ganz anders, als ich es erwartet hatte. Nur bei Gott kann ich richtig auftanken. Das möchte ich in meinem Alltag integrieren, sodass ich erst gar nicht einen leeren Tank bekomme.

An dieser Stelle möchte ich mich bei dem Mitarbeiterteam Dietlinde und Lothar Jung, Birgit Platte, Kathrin Pfeiffer, Anne Reifel und Lisa Stolz bedanken. Sie haben dieses Wochenende ermöglicht. Gott segne euch reichlich.

Meike Merk, Birmingham